Da wollte ich doch heute wirklich mal vorbildlich sein, um den nur 6 Stationen und wenige Meter entfernten Geschäftstermin unter Nutzung der U-Bahn der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) erreichen. In der festen Überzeugung, in weniger als 15 Minuten die Strecke von 2,9 km dank der perfekten U-Bahn-Verbindung meistern zu können, bestieg ich am Bahnhof Klosterstraße die Bahn.

Leider OHNE JEGLICHE VORWARNUNG am Einstiegsort (ich hätte dann einfach ein Taxi genommen), endete meine Fahrt bereits nach 4 Stationen (2 Stationen vor dem Ziel) in der Mohrenstraße. Dort bot die BVG einen „Linienersatzverkehr“ an. Dieser Bus nutzte dann zu meiner großen Überraschung nicht den direkten Weg zum Potsdamer Platz und meinem nahe liegenden Ziel. Vielmehr durfte ich eine Stadtführung im Berliner Feierabendverkehr absolvierte. Und er fuhr auch nicht etwa die nächsten beiden Stationen an, sondern beendete die „Stadtführung“ an der nur 500 Fußmeter entfernten nächsten u-Bahn-Station, von der aus ich dann die letzte Etappe wieder mit einer U-Bahn absolvieren durfte.

Alles in allem hat mich dieses Experiment der BVG 40!!! Minuten gekostet. Folgende Alternativen wären für mich besser (und für euch weniger unterhaltsam) gewesen:

  • Hinweis am 1. Einstiegsbahnhof, das Schienenersatzverkehr zu erwarten ist => Taxi und 25 Minuten Zeitersparnis
  • Hinweis am 1. Endbahnhof, das der Linienersatzverkehr nur 1 Station betrifft und ich dann noch 1 Station fahren muss => Taxi mit 20 Minuten Zeitersparnis
  • Hinweis am 1. Endbahnhof, das der 2. Einstiegsbahnhof nur 500m entfernt ist => Fußweg mit 15 Minuten Zeitersparnis
  • Linienersatzverkehr auf der kürzesten Weg => 10 Minuten Zeitersparnis und keine Stadtbesichtigung
  • Linienersatzverkehr auf der für den Bus besser erreichbaren Strecke der nächsten 2 Stationen => 5 Minuten Zeitersparnis

Den Rückweg habe ich dann dankend mit dem Taxi absolviert. Was mache ich jetzt nur mit den restlichen BVG Tickets?