Unsere Politiker treiben in den letzten Jahren eine Menge Unsinn („Mietpreisbremse“, „Bestellerprinzip“ oder „Wohnimmobilienkreditrichtlinie“ um nur einige prominente Beispiele zu nennen), wenn es darum geht, so zu tun, als ob sie gewillt wären, den sich verschärfenden Wohnungsnotstand in Deutschland zu bekämpfen.

Die vielen ECHTEN Lösungsoptionen, welche mit Arbeit für Politiker und Verwaltung verbunden wären und vielleicht auch die eine oder andere Wählergruppe verärgern könnte, bleiben aber stets ungenutzt:

  • Brachliegende öffentliche innerstädtische Flächen für den Wohnungsbau freigeben (in Berlin z.B. das Tempelhofer Feld, das Dragoner Areal (auch wenn das nicht jeder Wähler unmittelbar versteht!) und hunderte andere Brachflächen).
  • Genehmigungsprozesse für Wohnungsbauvorhaben beschleunigen (jeder, der sich das schon einmal angetan hat weiß, wie schnell allein durch die Abarbeitung des Rückstaus mehr Wohnraum entstehen würde, ganz zu schweigen von der Hoffnung, die neue Projekte beschleunigen würde).
  • Grundsteuer deutlich anheben und ausschließlich auf den Grundstückswert abstellen (wäre auch transparenter als aktuell!), damit das Horten von Flächen unattraktiv wird. Privates Brachland gehört dann schnell der Vergangenheit an. Ineffizient genutzte Fläche (kleines altes Haus auf großem Grund) kommen schnell in den Markt!
  • Im Gegenzug: Grunderwerbsteuer abschaffen. Notarkosten drastisch senken. Transaktionskosten machen Anpassungsprozesse für jeden teuer und sorgen für Vorratshaltung (ich brauche aktuell zwar weniger Immobilie als ich habe, aber bei 10-15% Transaktionskosten verliere ich zu viel).
  • Innerstädtische Bauhöhen freigeben.
  • Aufhebung des Mieterschutzes, wenn durch eine Umbaumaßnahme erhebliche zusätzliche Wohnfläche geschaffen wird oder/und zusätzliche Wohnungen entstehen (was die innerstädtische Verdichtung dramatisch beschleunigen würde).
  • Bauauflagen entrümpeln (in ein paar Jahren brauchen wir keine Stellplätze mehr für die autonomen Autos, die wir mieten und die uns abholen) und wie viel Keller ich will, entscheide ich auch gern allein.