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It’s a shame


Es ist wirklich sehr traurig, sein altes Heim in diesem Zustand vorzufinden. Man können wir froh sein, nicht mehr drin gewohnt zu haben. Warum das Dach nicht zumindest mit einer Plane bedeckt wurde, muss ich nicht verstehen. Nach Freuer und Löschwasser, sorgen nun die Gezeiten für die vollständige Zerstörung.

Malskat Kate nach dem Brand


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Home, sweet Home: Erstes Video zum Brand

Schon toll heute … Man findet sogar Videos über den Brand seines idyllischen Wohnsitzes im Web 🙁

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Home, sweet Home :-(

Ist schon bitter, sein ehemaliges Heim so zu sehen 🙁 Die Bilder von Brand ware schon hart … aber gut … es hätte wirklich schlimmer kommen können, wenn wir noch drin gewohnt hätten.

PS: Oben rechts sieht man gerade den Hausgeist entweichen. Ja … dieses Haus hatte eine Seele!

Lübeck – 233 Jahre stand das Haus in Wulfsdorf, jetzt ist es zerstört. Die Polizei schätzt den Schaden auf knapp 800 000 Euro. Noch gestern Vormittag mussten Glutnester gelöscht werden. 

Die Mauern sind eingefallen, das Reetdach verbrannt, schwarzes Holz ist zu sehen. Ein beißender Geruch liegt in der Luft. Die Inschrift auf dem Balken über der Eingangstür allerdings hat der Feuersbrunst getrotzt. 1778 wurde das Reetdachhaus in Wulfsdorf erbaut, 233 Jahre später ist von dem unter dem Namen Malskat-Kate bekannten ehemals schmucken Reetdachhaus in der Straße Blasfeld nicht mehr viel übrig geblieben. Nach einem Blitzeinschlag brannte es am Dienstagabend nieder.

„Das ist sehr schade“, sagt Nachbarin Sabine Skupin. „Da steht das Haus so lange, und nach drei Minuten ist es nicht mehr zu retten.“ Die 43-jährige Wulfsdorferin hatte das Gewitter am Dienstagabend vor ihrem Haus beobachtet. Tiefschwarz verfärbte sich der Himmel gegen 17.40 Uhr – dann ging das gewaltige Donnern und Blitzen auch schon los. Eine über 20 Meter hohe Weide am Dorfteich wurde durch einen Blitz bis zum Boden gespalten, der Bereich Stadtgrün sägte sie gestern komplett ab.

Kurze Zeit später schlug offenbar ein weiterer Blitz in Wulfsdorf ein – dieses Mal erwischte es die historische Kate. Der Notruf lief um 17.51 Uhr in der Leitstelle ein, die Feuerwehr rückte mit 80 Einsatzkräften an. Sie kämpften bis in die späte Nacht gegen die Flammen – vergeblich. Auch gestern Morgen musste die Feuerwehr noch Brandbekämpfung betreiben. „Bei der Kontrolle sind zwei weitere Glutnester gelöscht worden“, so Einsatzleiter Stefan Richter. Der Schaden des völlig zerstörten Reetdachhauses beläuft sich nach Polizeiangaben auf etwa 800 000 Euro.

Der Blitzeinschlag war nicht zu überhören in Wulfsdorf. „Das war sehr laut“, erinnert sich Nachbar Alexander Nevermann an den Knall. Der 18-Jährige hatte von dem Brand zunächst nichts mitbekommen. Erst als er die Feuerwehr im Garten der Kate sah, wurde ihm klar: Das Krachen hatte Konsequenzen. „Die Spannung war direkt danach noch in der Luft sichtbar“, sagt Skupin. Sie kannte noch den ehemaligen Bewohner Lothar Malskat, der als Kunstfälscher zu zweifelhaften Ruhm gekommen war. „Viele Wulfsdorfer identifizieren sich mit der Malskat-Kate“, sagt sie. „Einige haben auch Bilder von Malskat geschenkt bekommen.“ Die verwunschene Kate, die von der Straße aus nicht zu sehen ist, habe die Fantasie angeregt.

Seit zwei Jahren stand das schmucke Reetdachhaus leer. Vor dem Haus steht noch das „Zu Verkaufen“-Schild. Besitzer der Kate ist Max Schön. Der Lübecker Unternehmer ist Vorsitzender des deutschen Club of Rome – einer Gesellschaft, die Lösungen für die großen Probleme der Welt entwickelt. Er engagiert sich auch für das Wüstenstrom-Projekt Desertec. Ob er das Reetdachhaus wieder aufbauen möchte, ist nicht bekannt.

Doch wieso wurde gerade die Malskat-Kate getroffen? In der Nachbarschaft stehen weitere Häuser und höhere Bäume. „Es ist ein Trugschluss, dass sich Blitze immer den höchsten Punkt suchen“, sagt Professor Dr. Christian Hübner, Direktor des Instituts für Physik an der Universität Lübeck. Tückisch bei Reetdachhäusern seien die vielen abstehenden Strohspitzen. Kombiniert mit der leichten Entzündbarkeit entsteht so eine gefährliche Mischung.

Alexander Nevermann, der nebenan in einem alten Fachwerkhaus mit Reetdach wohnt, sieht dem nächsten Gewitter nicht mit einem unguten Gefühl entgegen. „Ich habe keine Angst“, sagt der 18-Jährige. „Das passiert ja nicht so oft – und wenn, kann man ja noch rauslaufen.“ Für die kommenden Tage sind für Lübeck erneut Gewitter vorausgesagt.

Doppelt Glück … weitere Details

Nach dem ersten Schock, konnte ich jetzt noch weitere Details und erste Bilder finden …

 

Die Feuerwache Lübeck meldet per ots:

Um 17:51 Uhr ging in der Lübecker Feuerwehrleitstelle der Notruf ein. Während eines schweren Gewitters stand im Ortsteil Wulfsdorf in der Strasse Blasfeld das Reetdach einer kleinen Kate {LOL} in Flammen. Bereits auf der Anfahrt war den ersten Einsatzkräften eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Der Lagedienst hat sofort weitere Löschzüge alarmiert.
Schon um 18:00 Uhr war das Haus mit einem PA-Trupp im Innenangriff durchsucht worden und es konnte gemeldet werden, dass sich keine Personen im Haus befinden. Im Dachbereich schlugen zu diesem Zeitpunkt bereits offene Flammen hervor. Zunächst wurde das Feuer im Außen- und Innenangriff bekämpft. Herabstürzende Gebäudeteile ließen aber den weiteren Innenangriff unmöglich werden.
Am Boden wurde das Feuer mit einem B-Rohr und vier C-Rohren bekämpft, aus der Luft über zwei Wenderohre von zwei Drehleitern. Hierbei musste auch das gesamte Reet vom Dach gezogen werden, um an die Glutnester zu kommen. Nach einer halben Stunde konnte der Innenangriff vorsichtig fortgesetzt werden.
Die Löschwasserversorgung wurde durch einen Hydranten und einen nahegelegenen Löschwasserteich sichergestellt.
Der durch das Gewitter stark durchweichte Boden rund um das Reetdachhaus erschwerte die Löscharbeiten erheblich, beide Drehleitern sackten tief in den Boden ein und fuhren sich dadurch fest. Sie konnten mit Löschfahrzeugen wieder auf festen Boden gezogen werden.
Zur Schadenshöhe und zur Brandursache kann die Feuerwehr keine Angaben machen. In etwa zweihundert Meter Entfernung ist zur gleichen Zeit ein Blitz eingeschlagen und hat einen 10 Meter hohen Baum gespaltet. Daher kann auch beim Reetdachhaus ein Blitzeinschlag als Brandursache nicht ausgeschlossen werden. Weitere Ermittlungen werden durch die Polizei Lübeck durchgeführt, die das Haus aber erst nach Abschluss der Löscharbeiten betreten kann.
Die Löscharbeiten werden noch mehrere Stunden andauern. Etwa 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr Lübeck sind bis 22 Uhr an der Einsatzstelle im Einsatz. Weitere Freiwillige Feuerwehren besetzen die Berufsfeuerwehr Wachen oder halten Wache im eigenen Gerätehaus. Im Einsatz sind die Wachen 1 und 2 der Berufsfeuerwehr Lübeck, sowie die Freiwilligen Feuerwehren Wulfsdorf-Vorrade, Krummesse, Kronsforde, Büssau, Moorgarten, Moisling, Schönböcken, Vorwerk.
Zur Zeit setzt die Feuerwehr Löschschaum ein, um weitere Glutnester zu ersticken. Die Stadtwerke Lübeck ist mit Mitarbeitern dabei, ein zum Brandhaus führendes Stromkabel in ein Meter Tiefe zu finden und auszugraben. Das Haus soll dadurch stromlos geschaltet werden. Während dieser Arbeiten sind auch die Nachbarhäuser zur Brandstelle stromlos.
Die ersten Einsatzkräfte werden nun durch die Freiwilligen Feuerwehren Niendorf, Genin und Padelügge-Buntekuh abgelöst. Der Einsatzleiter geht von Löscharbeiten bis in die frühen Morgenstunden aus. Anschließend wird eine Brandwache aufrecht erhalten.

Glück gehabt

Sieben Jahre lang (vom 01. April 2003 bis zum 31. März 2010) habe ich in der Malskat-Kate gewohnt. Vor 17 Monaten bin ich (beruflich bedingt) glücklicherweise ausgezogen.

Ist schon schaurig!

PS: Und ich habe mich über die Versicherung geärgert, die das Reetdachhaus nur für eine Prämie von mehr als 3.000 Euro gegen Brand versichern wollte.

Nachtrag: Hier noch ein paar „bessere“ Bilder.

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