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Im Selbstversuch bewiesen: Ich bin ein Optimist!

OK, für den einen oder anderen vielleicht keine Neuigkeit. Im Selbstversuch konnte ich jetzt jedoch einen zweifelsfreien Nachweis führen, das ich ein Optimist bin 🙂

Wie dies funktioniert? Hier eine kleine Anleitung (nicht zum Nachmachen geeignet):

Setup

Kurz vor der Abreise zum Nachtflug habe ich in Dubai noch ein paar Außenaufnahmen vom Poolbereich gemacht. Für die perfekte Perspektive musste ich hinter den Pool. Bedauerlicherweise war die nicht beleuchtete Fläche hinter dem Pool nicht schwarz, weil es Gras war, sondern weil das Gras gut einen halben Meter unter dem Pool war (Infinitypools werden echt überschätzt). An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Canon für die solide Bauweise der 5D. Das Aufschlagen auf der Poolkante haben beide problemlos überstanden. Durch das Sichern der Kamera vor dem Poolwasser fiel mein Abrollen etwas unrund aus. Der nachts unsichtbare Dekozaun war auch nicht gerade hilfreich.

Zwischenresultat direkt vor Ort: Glück gehabt! Keine (sichtbaren) Knochenbrüche und die Kamera funktioniert noch einwandfrei. Neben ein paar kräftigen Schrammen habe ich mir „nur“ das linke Knie kräftig verdreht und den Oberschenkel großflächig geprellt.

Dem Weiterflug stand also nichts im Weg. Leicht humpelnd bestieg ich mit nur leichten Sorgen den Flieger. Eine schmerzfreie Stellung war auch in der Economy leicht zu finden und so folgte eine schlafreiche Kurzreise nach Male.

Beweisführung

Nach der Landung wurde es dann kurz überraschend. Mein Bein war zwar weiterhin in der Schonhaltung schmerzfrei, ein Strecken oder Belasten (Laufen) war aber aufgrund der damit verbundenen Schmerzen ausgeschlossen. Auf einem Bein konnte ich das Flugzeug verlassen und dank hilfsbereitem Flughafenpersonal auf einem Rollstuhl die Immigration sehr schnell passieren. In den Bus zum Domestic Airport hüpfte ich. Dort angekommen wartete der nächste Rollstuhl bereits auf mich. Vor dem Besteigen des Wasserflugzeuges wechselte ich auf Armstützen, da mir diese für den Strandsand auf der Insel etwas handlicher erschienen als ein Rollstuhl. Das Wechseln in das Strandoutfit war zwar etwas zeitaufwändiger … Aber hey dachte ich, welchen besseren Platz für ein Sanatorium gibt es, als die Malediven. Und noch einmal ganz langsam: Glück gehabt. Nix schlimmes passiert. Es geht mir gut. Das Leben ist schön! Wird mal ein richtig ruhiger Urlaub 😉

Schlussfolgerung => Ich bin ein Optimist! Beweisführung (für mich) abgeschlossen.

Epilog

Nach 3 Stunden „lief“ ich auf Stützen ins Wasser. Schnorcheln, nur mit Armen, war dank Salzwasser kein Problem. Aus dem Wasser rauszukommen, ist gewöhnungsbedürftig mit nur einem Bein, aber mit einer helfenden Hand auch kein Problem.
Am nächsten Morgen konnte ich auf festem Untergrund schon wieder fast ohne Stützen laufen, ich brauchte sie nur noch zum Sichern. Am Nachmittag war ich bereits das erste Mal Tauchen.

Die erste Unterwasser-Suite der Welt

OK, am Anfang habe ich es für einen Hoax gehalten. Das man auf den Malediven zwischenzeitlich echte Superlativen braucht, um wohlhabende Gäste anzuziehen ist nicht neu. So sind in den letzten Jahren zwischenzeitlich 3 „Unterwasser“-Restaurants und Spas entstanden (Rangali als 1. Unterwasser-Restaurant vor ca. 5 Jahren, Huvafen mit dem 1. Unterwasser-Spa und Kihavah mit einem noch viel größeren, auf dem Außenriff sitzenden Restaurant).

Conrads Rangali hat jetzt eine neue Idee verwirklicht, das Unterwasser-Restaurant Ithaa noch besser auszunutzen. Nach Lunch und Dinner kann man es nun auch für die Nacht buchen (und dort nach Dinner und Schlaf morgen privat frühstücken).

OK, der Spass ist nicht ganz billig. Zwischen 10.000 und 15.000 USD (die werden ja gerade immer weniger wert) muss man pro Nacht schon ausgeben. Immerhin muss Rangali das Ithaa-Restaurant für diese Nacht komplett schließen und die Einnahmen hier lagen zuletzt bei 320 USD x max. 16 Gäste = 4.800 USD (plus Wein + Service – Teilauslastung). Insofern eine schöne Marketing-Idee inkl. potenzieller ROI Steigerung, wenn gut betuchte Gäste mal eine Nacht unter Wasser versuchen wollen zu schlafen. Und die Auslastung des Restaurants steigt auch wieder … an den verbleibenden Abenden.

PS: Ich würde auf jeden Fall mal drüber hinweg schnorcheln am Morgen …

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