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Überraschung vom Bundesinstitut: Wohnen wird teurer, weil nicht genug gebaut wird

Na das ist doch mal eine Erkenntnis. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) stellte heute seine 2016er Studie zum Wohnungsmarkt in Deutschland vor. So ganz entspricht dies aber nicht der Linie der SPD-geführten Bundesministerien für Verbraucherschutz und Bau, die gern den Preisanstieg auf eine verantwortungslose Kreditvergabe durch Banken schieben.

Auflösung kommt jetzt vom BBSR. Ich zitiere: „Ausreichend verfügbares Bauland zu vertretbaren Preisen ist deshalb eine entscheidende Stellschraube für mehr bezahlbaren Wohnungsneubau zur Miete und im Eigentum. Hier sei in erster Linie eine strategische und aktivierende Liegenschaftspolitik der Kommunen mit preisdämpfender Wirkung gefragt, aber auch Bund und Länder müssten unterstützend tätig werden, um für bessere Rahmenbedingungen bei der Schaffung und Mobilisierung von mehr Bauland zu sorgen.“

So … und jetzt verweise ich einfach mal wieder auf meine Liste der wirksamen Maßnahmen zur Bekämpfung der Wohnungsnot in Deutschland!

nein-doch-oh

Grundkurs für Politik-Anfänger: Wie reguliere ich einen Markt kaputt

Hier mal eine kleine Differenzanalyse zwischen Kommunismus (in China) und sozialistischer „Markt“wirtschaft in Deutschland.

Wenn in China zu wenig Möhren produziert werden, verbietet die Kommunistische Partei „Preistreiberei“ durch Händler und Bauern. Und dann schreiben sie in den 5-Jahres-Plan, dass mehr Möhren angebaut werden müssen und weniger Kinder erzeugt werden dürfen (wegen dem Möhrenbreiverbrauch). Und wer den 5-Jahresplan nicht exekutiert, wird … Und gegen den Schwarzmarkt geht man mit der ganzen Härte eines Polizeistaates vor.

Wenn in Deutschland zu wenig Wohnungen gebaut werden, verbieten SPD-geführte Ministerien (mit Unterstützung der CDU) Verbrauchern und Banken, Wohnungen teuer zu kaufen / zu finanzieren. Und gleichzeitig verspricht man (wohlgemerkt ohne Handeln), in der Zukunft bestimmt etwas für den Wohnungsbau zu tun. Ganz bestimmt, nach der nächsten Wahl.

Und wer auf dem blühenden „Schwarzmarkt“ sich Wohnraum beschafft, zahlt halt doppelt mehr. Für „illegale“ Eigenkapitalersatzdarlehen und immer teurere Wohnimmobilien.

Beide erzählen dem Wahlvolk, dass sie etwas gegen teure Möhren/Wohnungen unternommen haben!

100.000de Menschen kommen seit vielen Jahren, jedes Jahr nach Deutschland, weil unsere Wirtschaft (trotz feindlicher Politik) boomt. Da werden die Möhren immer, immer knapper werden.

Ach ja … die ultimativen Mittel wären Wohnungsberechtigungsscheine, Grenzen schließen und eine 1-Kind-Politik. Soll ja auch nur die Verbraucher schützen!

PS: Ich hoffe, das liest jetzt kein Politiker und nimmt es ernst 🙁 Tipps zum Ankurbeln des Wohnungsbaus gibt es hier!

Asoziale Wohnungsbauverhinderer auf dem Berliner Dragoner-Areal

Es ist zum Heulen! Jede Wohnung, die in Berlin gebaut wird, verringert die Wohnungsnot! Es ist für alle Berliner gemeinsam unerheblich, ob es eine teure oder billige Wohnung ist. So lange es eine Wohnung ist und so lange sie JETZT gebaut wird!

Denn jede Wohnung die jetzt entsteht, bringt den Markt wieder mehr ins Gleichgewicht. Wenn es eine teure ist, wird irgendwo anderes eine etwas billiger frei. In die zieht jemand ein, der eine noch billigere Wohnung frei macht. Und so weiter. Was ist daran nicht zu verstehen?

Wer Wohnungsbau verhindert, treibt Mieten und Kaufpreise nach oben. Für Alle!

Warum also verhindern Berliner Politiker (im Bundesrat), Berliner Beamte (durch die Erklärung zum Sanierungsgebiet) und Berliner Bürger (mit Demonstrationen), das in Berlin Wohnungen gebaut werden? Sind das naive Asoziale oder pfiffige Großgrundbesitzer?

PS: Und auch ein Kleingewerbe (im Video eine alte Möbelpolsterei und ein Taxiunternehmen) sollten keinen Vorrang vor Wohnungsbau im urbanen Zentrum von Berlin haben!

Anstatt die Wohnungsnot zu bekämpfen, beschäftigen sich unsere Beamte lieber gegenseitig

Ich weiß nicht mehr ob ich lachen oder weinen soll – und die Berliner Zeitung macht dies bestimmt nicht mit Absicht!

Fangen wir mal damit an, dass das Berliner Zweckentfremdungsverbot für Wohnraum unnötige Bürokratie in einem Land ist, in dem Wohnraum schon ehe eines der reguliertesten Güter überhaupt ist. Selten erwirbt man mit dem Eigentum an etwas so viele Pflichten und so wenig Rechte. Es gibt ja bereits einen ganzen Kosmos aus Gesetzen, Verordnungen, Durchführungsverordnungen vom Grundbesitz bis zum Mietvertrag. Insofern stellt für mich bereits dieses Gesetz eine Steuerverschwendung 1. Grades dar. Und auch wenn Politiker uns gern etwas anderes weiß machen wollen, durch das Zweckentfremdungsverbot hat sich der Berliner Wohnungsmarkt um keinen Tropfen entspannt.

Wenn jetzt parallel unsere liebe Bundesregierung selbst Wohnraum auf Kosten der Steuerzahler erwirbt und diesen leer stehen lässt, dann ist dass auch unmittelbare Steuerverschwendung – also auch 1. Grades. Könnte man ja auch temporär untervermieten. Gern auch als Block an jemanden, der daraus ein AirBnB Hostel macht. Könnte man. Wenn es das eigene Geld wäre.

Wenn jetzt aber Stadtbeamte auf Basis einer Steuerverschwendung 1. Grades wertvollen Beamtenschweiß verschwendet, um mit Bundesbeamten zu diskutieren, die auch bereits Steuergelder 1. Grades verschwenden … ja dann haben wir eine Steuerverschwendung 2. Grades geschaffen! Denn diskutiert wird ja nicht, wie man mehr Wohnraum schafft, sondern lediglich, dass die Bundesbeamten es versäumt haben, sich von den Stadtbeamten den Leerstand rechtzeitig genehmigen zu lassen. Denn Wohnen soll in den Wohnungen ja auch kurzfristig niemand. Aber Gesetz ist ja nun mal Gesetz!

Und weil Bundesbeamte sich auch ungern von Stadtbeamten etwas vorwerfen lassen, kommen wir vielleicht demnächst sogar zur gerichtlichen Auseinandersetzung und damit einer Steuerverschwendung 3. Grades. Wenn dann auch noch Verwaltungsgerichte in diesen Schildbürgerstreit mit einbezogen werden.

Und in der Zwischenzeit wird – durch die überlasteten Stadt- und Bundesbeamten – natürlich nichts unternommen, was wirklich die Wohnungsnot lindern würde und den Neubau ankurbelt!

1 Mio. Euro für Wohnungsbauregulierer: Ausweitung des Förderprogramms auf #Die_Gruenen, #Die_Linke & Baubeamte

Nach zahlreichen kritischen Rückmeldungen wurden die Richtlinien für die Förderung des Baus von Studentenwohnheimen durch SPD-Politiker grundlegend überarbeitet und bieten nun weiteren Zielgruppen attraktive, zusätzliche Förderanreize für ein persönliches Engagement im sozialen Wohnungsbau in Deutschland:

Ab 11. Juni 2016 sind nach den neuesten Förderbedingungen berechtigt:

  • Mandatsträger der SPD auf Bundes- und Landesebene
  • Mandatsträger der Grünen auf Bundes- und Landesebene
  • Mandatsträger der Linken auf Bundes- und Landesebene
  • Mandatsträger aller anderen Parteien auf Bundes- und Landesebene, die
    • nachweislich schon einmal aktiv an der Regulierung des Wohnungsmarktes beteiligt waren (Teilnahme an einer Abstimmung ist noch keine „aktive“ Regulierung 😉 oder
    • in der Öffentlichkeit mindestens 1x den Begriff „Miethai“ oder „Heuschrecke“ (im Zusammenhang mit Wohnungsbau, nicht biologisch) verwendet haben und als besonderes Bonbon dieses außergewöhnlichen Förderprogramms
  • Beamte des Bundesbauministeriums (Achtung: eine aktive Mitwirkung an der Gestaltung des referenzierten Programms zur Förderung von Studentenwohnungen muss nicht nachgewiesen werden)

Es handelt sich um eine Subjektförderung, die mit der großzügigen Projektförderung über 120 Mio. Euro der Bundesrepublik Deutschland ausdrücklich kombinierbar ist. Die übrigen Förderbedingungen für das Programm „1 Mio. Euro für Politiker & Baubeamte, die Studentenwohnungen bauen“ bleiben unverändert!

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