Die nächste Ausrede derer, die eigentlich gar keinen Wohnungsbau wollen sind nun die Meldungen aus der Bauindustrie, die von hohen Auslastungen in den Bauhaupt- und Nebengewerken spricht. Hierdurch steigen die Preise für Bauleistungen in Deutschland wieder deutlich an (bis Mai um 4% VOR zusätzlichen Kosten für mehr Regulierung und höheren Ausstattungsanforderungen im Markt.

Das Bauunternehmen nicht unausgelastete Ressourcen dauerhaft vorhalten, sollte jedem Unternehmer klar sein. Insofern ist die Auslastung der Bauindustrie immer hoch. Wer nicht gebraucht wird, wird freigesetzt. Maschinen, die nicht gebraucht werden, werden stillgelegt oder in andere Teile der Welt verkauft.

Die Ressourcen wieder hochzufahren, erfolgt Schritt für Schritt. Parallel zur steigenden Nachfrage und zu steigenden Preisen. Insofern sorgt der böse Markt auch hier dafür, dass parallel zu den wieder steigenden Preisen auch die Ressourcen ausgeweitet werden. Wie viel hier noch geht, zeigt der nachfolgende Langfristchart deutlich. Nachdem wir – gerade auch durch den Mangel an öffentlichen Investitionsprojekten parallel zum darbenden Wohnungsbau unsere Bauressourcen um den Faktor 3-4 verkleinert hatten, geht es jetzt seit 2010 zügig aufwärts. Läuft also – und ist mit Sicherheit kein Grund, warum der Wohnungsbau in Deutschland stagniert und teilweise sogar rückläufig ist.

Und was man hier auch erkennen kann, dass nach der deutschen Wiedervereinigung das Wachstumstempo der Ressourcen deutlich höher war. Ein klares Politisches Bekenntnis zum Aufbau Ost, eine verlässliche Langfristpolitik und weniger Regulierung führten auch zu mehr Investitionsbereitschaft und Flexibilität der Industrie.

Symbolpolitik – von der Mietpreisbremse, über Baukindergeld bis zur offenen Diskussion der Enteignung von Investoren schafft Unsicherheit. Und so fällt der Preisanstieg deutlicher und die Kapazitätsausweitung langsamer aus.

Wohnungsnot hat ihren Grund immer in der Politik!