Die Kolumne in der Morgenpost beschreibt es treffend. Berliner sind – Dank der Politik der rot-rot-grünen Senats – zwischenzeitlich Gefangene ihrer Wohnungen!

In nur 2,5 Jahren hat es der Senat mit seiner auf sozialistischen Denkmuster aufbauenden Politik bereits geschafft, dass Umziehen in Berlin fast unmöglich ist.

Sozialistische Denkmuster?

  • Bei 1.000 Neuberlinern pro Woche, ist nur Neubau für Menschen mit Wohnberechtigungsschein gewollt. Alles andere sind Luxusbauten, die „keiner braucht“. Der Senat und die Bezirksämter entscheiden, was für Wohnungen noch gewollt sind. Der Rest wird mit allen Mitteln be- & verhindert
  • Große Teile der Stadt sind zwischenzeitlich unter Milieuschutz gestellt worden – Modernisierung, Nachverdichtung, Dachgeschossausbau – kaum möglich
  • Berlin hat – in Verbindung mit dem zwischenzeitlich erreichtem Preisniveau – mit 6% Grunderwerbsteuer die höchsten staatlichen Transaktionskosten für den Kauf von Immobilien
  • Mieten werden nach allen Regeln der Kunst – nicht selten an der Grenze der Legalität – reguliert. Ein „Mietendeckel“ wird diskutiert.

Die Folge dieser verfehlten Politik: ein riesiger Abstand zwischen Bestands- und Neuvermietungsmieten und stark steigende Preise für jede Eigentumswohnung. Mieter können es sich so nicht mehr leisten, eine billige Bestandsmietwohnung gegen eine teure Neuanmietung einzutauschen. Ein Extrembeispiel gefällig? Eine Bekannte lebt jetzt bereits seit 1 Jahr weiterhin mit ihrem Exfreund in der ehemals gemeinsamen Wohnung zusammen. Keiner von beiden kann sich die Bestandswohnung allein leisten und keiner von beiden kann eine halb so große neue Mietwohnung stemmen. Um im Gefangenenvergleich zu bleiben: Doppelzelle mit dem Ex! Gibt es etwas Schlimmeres? Plötzlich ist bei einem Date die wichtigste Frage: „Hast Du ne eigene Wohnung oder lebst Du auch noch mit Deiner Ex zusammen?“

Und wer jetzt glaubt, es geht nur Mietern so, weit gefehlt. Wir haben gerade für unseren Familienzuwachs ein Kinderzimmer abgetrennt. Zwei Wochen richtig viel Dreck und irre Kosten für den Umbau. Warum? Weil ein Umzug in eine andere Eigentumswohnung in Berlin ebenfalls ökonomisch keinen Sinn mehr macht. Die staatlichen Transaktionskosten sind in Berlin zwischenzeitlich bei 8% und damit in Verbindung mit dem Preisniveau bundesweit am höchsten!

Und da es für jeden Investor ein Hürdenlauf geworden ist, eine „Luxuswohnung“ zu bauen, sind diese knapp, begeht und verdammt teuer. Und niemand hat bei den stark steigenden Preisen Druck, schnell einen neuen Käufer zu finden. Wenn man schon eine Zelle in Berlin hat, rechnet sich dies dann doppelt nicht mehr.

Und so haben wir uns in unsere Gefängniszelle in Berlin nun zu Dritt eingerichtet. Wir hatten Glück, unsere Wohnung lag nicht in einem der berüchtigten „Milieuschutzgebiete“. Sonst wäre selbst dieser Umbau zu einem Spießrutenlauf bei der GefängnisBauverwaltung geworden. Nicht, dass wir unsere Wohnung (und damit die ganze Gegend) noch aufgewertet hätten – mit einem zu großen Kinderzimmer.

Und ja, es könnte auch anders in Berlin sein! Mit Wohnungsbau und anderen wirksamen Maßnahmen gegen die Wohnungsnot!