Ach ja … die schöne alte Zeit, als Kreditkarten noch als „sicheres Zahlungsmittel“ galten. Sind sie auch heute noch … für den Zahlungsempfänger!

Denn – so war nun einmal die Geburtsidee – die Karte sichert dem Verkäufer die Zahlungsfähigkeit des Käufers und die Zahlung des geschuldeten Betrages zu. Der Käufer braucht kein Bargeld mehr. In der Offline-Welt eine tolle Lösung. Damals!

In der Online-Welt ist aber nicht mehr nur die Solvenz des Käufers „unsicher“, auch die Leistungsfähigkeit des „Verkäufers“ ist unsicher. Das durfte ich nun erstmal am eigenen Leib erfahren (siehe meine LeMoGa Erfahrungen). Die Annahme, dass ein Onlineshop nur dann mit einer Bank eine Inkassovereinbarung hat, wenn er überhaupt (theoretisch) in der Lage ist, zu liefern, gilt online nicht mehr. Dank hunderter Startups im Online-Payment gibt es einen harten Kampf um jede Webseite, die Zahlungsverkehrsdienstleistungen gebrauchen könnte. Da spielt es keine Rolle mehr, ob der „Verkäufer“ überhaupt wirksam gegründet ist, an seinem „Firmensitz“ einen Briefkasten hat und – auch nur theoretisch in der Lage wäre – für die erhaltenen Zahlungen eine Gegenleistung zu erbringen. Und diese FinTechs operieren dann auch noch unter wohlklingenden Firmennamen, die „Sicherheit“ vorgaukeln sollen. Super Job ihr fancy Zahlungsdienst-FinTechs! Ihr habt unsere Geschäftswelt unsicherer gemacht!

Und Visa & MasterCard – Bleibt bitte offline, wenn ihr mir online keinen Mehrwert bieten könnt!

Jetzt ist auch mir endlich klar, warum Paypal so erfolgreich wächst. Es geht nicht nur um den nutzerfreundlichen Freigabeprozess!