Es ist das erste Mal, dass ich heftige Probleme mit einer Bestellung bei einem Online-Shop habe. Und damit die „schwarzen Schafe“ die Branche und andere Verbraucher nicht dauerhaft schädigen können, beschreibe ich hier WARNEND für alle anderen, was bisher passiert ist! (Nachtrag: Wer selbst von einem derartigen Internetbetrug betroffen ist, sollte meine Hinweise zum Umgang mit schwarzen Schafen lesen!)

Ich habe online am 21.05.2016 auf www.lemoga.de eine Terrassenliege bestellt und mit meiner Kreditkarte bezahlt. Der Auftragseingang wurde mir von LeMoGa per Email am 21.05.2016 bestätigt. Am 23.05.2016 wurde meine Kreditkarte belastet.

Da der Artikel auf der Webseite mit einer Lieferzeit von 1-10 Tagen beworben wurde (und wird (Stand 01.08.2016)), sendete ich am 03.06.2016 erstmalig eine mahnende Email, um mich bzgl. der Status der Bestellung zu erkundigen. Darauf reagierte LeMoGa nicht.

Am 09.06.2016 11:15 Uhr nahm ich telefonisch Kontakt auf. Herr Rene Böstro (der Geschäftsführer von LeMoGa) nahm das Gespräch selbst persönlich entgegen. Nach kurzer Erläuterung durch mich (mein Vorgang war ihm aufgrund der Email vom 03.06. bereits bekannt) versprach er einen Rückruf nach wenigen Minuten. Diesem kam er auch nach, und erklärte mir, dass er „das Lager“ aktuell nicht erreichen könnte, sich die „Kollegen“ aber bei mir melden würden. Einen Rückruf des „Lagers“ habe ich nie erhalten. Durch die bei mir entstandene Hoffnung, dass es sich wohl nur um ein Versehen handelt, gewann LeMoGa leider erneut Zeit.

Auf weitere Nachrichten auf der Mailbox reagieren LeMoGa / Rene Böstro in der Folge nicht mehr.

Nach Recherche im Internet entschloss ich mich am 27.06. dazu, Anzeige bei der zuständigen Polizei wegen Betrugs im Internet zu erstatten.

Weitere Telefonate mit Herrn Rene Böstro durch meine Assistentin am 28.06.2016 führten erneut nur zu Rückrufen – keine Klärung oder Lieferung. Und dies, obwohl sie im bereits erklärte, dass sie gerade meine Anzeige bei der Polizei des Landes Brandenburg vorbereitet und bei einer Nichtklärung innerhalb von 24 Stunden versendet. Nach ein paar vertröstenden Rückrufen stellt Herr Böstro erneut seine Kommunikation ein. Diesmal gewann er jedoch keine Zeit mehr. Ich habe am 29.06.2016 Anzeige wegen Betrugs erstattet (Aktenzeichen ST/0211952/2016 bei der Polizei des Landes Brandenburg).

Es gibt keine Erklärung für das Verhalten noch ist lemoga.de gewillt, die missbräuchlich belastete Abbuchung zurückzunehmen. Im Internet gibt er zwischenzeitlich mehrere Warnhinweise vor dieser Webseite, dem „Unternehmen“ und Rene Böstro in Person. Dieser hier ist der Nächste!

Update 28.07.2016: Eine nette ältere Dame hat mich auf überraschende Ähnlichkeiten zwischen der von Torsten Magnus betriebenen Betrugsseite macant.de (auch Leuchtenmarkt24.de/Leuchtenwelt24.de) und „lemoga.de“ hingewiesen. Sie hat selbst den Quelltext verglichen und Querverweise gefunden. Was für ein Zufall!

2016.07.30 lemoga.de Impressum Details

2015.04.28 macant.de Impressum Details

 

Wie ist dies zu erklären? Selbst das gleiche Favicon, die gleiche ungewöhnliche Ablage der Impressums?

Oder steckt in Wirklichkeit Torsten Magnus hinter LeMoGa/Rene Böstro?

Update 30.07.2016: An der Anschrift gemäß Impressum (und Amtsgericht/Handelsregister) ist LeMoGa nicht anzutreffen.

Update 06.08.2016: Wohl durch den zunehmenden Druck (Warnungen im Internet, Hinweise an die Zahlungsdienstleister, Anzeige bei der Polizei) gibt es finanziell eine positive Wendung. Lemoga hat mir – ohne jegliche Erläuterungen – einen Geldbetrag (in Höhe meines gezahlten Kaufpreises) auf meine Kreditkarte überwiesen. Bleibt jetzt spannend, wie es juristisch und besonders strafrechtlich weiter geht!