Gern vorab die Entstehung der Möhrenkrise in Berlin lesen 😉

Die verantwortlichen Politiker von Berlin waren erfahrene Sozialdemokraten. Nach dem letzten Krieg hatten sie durch sozialen Möhrenanbau von staatlichen Möhrenbauern und geförderten privaten Möhrenanbau mit Möhrenpreisbindung den Wohnungsmarkt im zerbombten Berlin ins Gleichgewicht gebaucht. Aufgrund der aufgeheizten Stimmung der Bürger, entschieden sie sich, den einfachen und schnellen Weg der Einführung einer generellen Möhrenpreisbremse zu gehen. Da der Möhrenanbau in den guten Jahren des Überschusses ja auch immer komplizierter geworden war, trauten sich die wenigen verbliebenen staatlichen Möhrenbauern auch nicht einfach so zu, schnell neue Möhrenfelder zu erschließen. Möhrenanbau war ein sehr, sehr kompliziertes Unterfangen geworden, mit viel zu viel Möhrenbaurecht. Das würde viel Zeit und Geld kosten. Beides wollten die Sozialdemokraten nicht bereitstellen.

Zur Überraschung der Sozialdemokraten, verschärfte sich nach der Einführung der Möhrenpreisbremse die Möhrenkrise weiter. Bauern fingen an, noch mehr Möhrensalat und geschnittene Möhren zu verkaufen, weil diese nicht der Preisbindung unterlagen und besondern bei Touristen nachgefragt wurde. Aber immer mehr Menschen strömten nach Berlin – nun nicht mehr nur wegen den günstigen Möhren, sondern auch wegen den vielen Arbeitsplätzen, die im Tourismus und anderen Industrien in Berlin entstanden waren.

Die Neu- und Altbürger wurden immer verärgerter über die Möhrenkrise und die Politiker. Und so führten die Sozialdemokraten ein Zweckentfremdungsverbot für Möhren ein. Bauern wurde es unter Strafe verboten, ihre Möhren in Scheiben an Touristen zu verkaufen. Für ein paar Tage waren wieder mehr Möhren verfügbar. Doch die möhrenhungrigen Berliner saugten dieses einmalige Angebot schnell auf. Viele warteten schon lange auf bessere Möhren.

Die Möhrenkrise war danach stärker als je zuvor. Linke und Grüne Politiker nutzen die Gunst der Stunde. Sie erklärten die Möhrenbauern zum neuen Feindbild der Berliner. Sie nannten die Bauern Möhrenhaie und die Händler die auf dem Markt fremde Möhren anboten, „Möhrenspekulanten“. Geld mit Möhren zu verdienen wurde geächtet.

Und immer mehr Berliner vielen auf die Bauernfänger von Links und Grün herein. Sie wählten diese 2016 verstärkt in das Abgeordnetenhaus und Berlin bekam einen Rot-Rot-Grünen Senat – mit den Linken verantwortlich für den Möhrenanbau.

Jetzt wurden die Möhrenbauern noch mehr drangsaliert. Sie durften auf ihren Äckern nicht mehr selbst entscheiden, welche Möhrensorten sie anbauen wollten. Es mussten „sozial-gemischte“ Möhrenfelder entstehen. Das noch unter den Sozialdemokraten entworfene und von den Möhrenbauern abgelehnte „Berliner Modell“, nach dem mindesten 25% neuer Möhrenäcker mit sozialen Kleinstmöhren  bebaut werden mussten, wurde unverzüglich auf nun 30% verschärft. Bestehende Möhrenfelder wurden verstärkt zu Milieuschutzgebieten erklärt. Der Möhrenbauer durfte nun die Zusammensetzung der Möhrenarten auf seinem Feld nicht mehr ändern. Was einmal wuchs, musste für immer dort weiterwachsen. Egal ob die Pflanzen noch ergiebig waren. Die Möhrenpreisbremse wurde ebenfalls verschärft. Wer mehr Bauland für die Möhrenanbau forderte, wurde als Helfershelfer der Möhrenmafia gebrandmarkt.

Und die Möhrenkrise wurde immer schlimmer für die Berliner.