Biobauern verkaufen seit Jahren Möhren in Berlin. Weil nun mehr Menschen hier wohnen, sind die Möhren mittags schon aus. Die Biobauern erhöhen die Preise und wollen mehr Acker für Möhren vor der Stadt bepflanzen. Was macht der linke, grüne Bürgermeister, um das Problem zu lösen?

  1. Die Bauern als „Möhrenhaie“ brandmarken.
  2. Jeden der mit Möhren handelt, als „Möhrenspekulant“ bezeichnen.
  3. Wer Acker für Möhren kaufen will, ist ein „Möhrenkapitalist“.
  4. Für die Möhrenkrise wird das „internationale Kapital“ verantwortlich gemacht – auf der Suche nach mehr Rendite nach der Finanzkrise.
  5. Die Besetzung der “leeren” Möhrenäcker von städtischen Bauern begrüßen. [Man konnte ja keine Möhren an der Oberfläche sehen].
  6. Fordern, dass die Besetzung von Möhrenäckern grundsätzlich entkriminalisiert werden muss, wenn keine Möhren zu sehen sind.
  7. Die Geschichte vom „Spekulativen Möhrenackerleerstand“ erfinden. [Die Möhrenbauer treiben die Preise künstlich in die Höhe, indem sie Möhrenäcker nicht bebauen oder/und Möhren auf den Feldern verrotten lassen.]
  8. Zu behaupten, dass die bestehende Möhrenpreisbremse nur wegen der vielen Außnahmen wirkungslos ist und eine deutliche Verschärfung fordern.
  9. Die Enteignung der großen Möhrenbauern ins Gespräch bringen.
  10. Mit den verärgerten Bürgern durch die Stadt marschieren und gegen die Möhrenkrise demonstrieren.
  11. Möhrenäcker werden zu Milieuschutzgebieten erklären, damit die Bauern dort nicht mehr selbst entscheiden, ob sie Bio- oder Große Möhren anbauen.
  12. Sich für nicht zuständig erklären. Die Bundesregierung muss endlich etwas gegen die Auswüchse der Möhrenindustrie unternehmen.
  13. Die Bundesregierung auffordern, sich stärker für den gemeinwohlorientierten Möhrenanbau einzusetzen.
  14. Unter strengen Auflagen und mit der Beschränkung auf Kleinstmöhren – ausgewählten kommunalen Bauern die Umwandlung von Wüste genehmigen und sich anschließend beklagen, dass die bösen Bauern keine Möhrenfelder in der Wüste anbauen.
  15. Die Forderung nach mehr Möhrenäckern als eindimensional brandmarken. Ohne strenge Regulierung der bestehenden Äcker und der Preise und des Möhrenackerbaus und der neuen Äcker bringen neue Möhrenäcker ja nichts.
  16. Das „Berliner Modell“ weiter verschärfen. Vor Genehmigung neuer Äcker muss ein städtebaulicher Vertrag geschlossen werden und nun mindestens 30% statt bisher 25% für soziale Kleinstmöhren reserviert sein. Egal, was besser auf dem Acker wächst oder was die Bürger wollen.
  17. Die kommunalen Möhrenbauern zwingen, ihre knappen finanziellen Mittel nicht für die Erschließung neuer Äcker auszugeben, sondern für den Erwerb bestehender Möhrenäcker via Vorkaufsrecht. So soll verhindert werden, dass private Möhrenbauern äh Möhrenspekulanten die Möhren von diesen Äckern zu teuer in der Stadt verkaufen. [Dies führt natürlich dazu, dass die Preise für Möhrenäcker immer weiter steigen, da auch private Möhrenbauer Äcker kaufen wollen.]
  18. Fordern, dass die Möhren von Feldern, die kommunale Möhrenbauern auf teuer via Vorkaufsrecht erworbenen Äckern ernten (siehe letzter Punkt), unter den Kosten der kommunalen Möhrenbauern verkauft werden müssen. Sie machen ja mit alten Möhrenfeldern viel zu viel Gewinn. [Und so haben die kommunalen Möhrenbauern noch weniger Geld für die Erschließung neuer Möhrenäcker zur Verfügung.]
  19. Die kommunalen Möhrenbauern dazu verpflichten, Schulen zu bauen. Diese müsste die Stadt eigentlich selbst bauen, will aber nicht. Und die Möhrenbauern kennen sich ja mit „Bau“ aus.
  20. Ab sofort werden feministische Pornos gefördert.

Gern zur Vertiefung lesen: Wie die Berliner Möhrenkrise entstand? und Wie die Berliner Politiker die Möhrenkrise verschlimmerten?

PS: Und damit es nicht einseitig ist, …

Was sagt der rechte Bürgermeister zur Möhrenkrise?

  1. Die Flüchtlinge essen uns alle Möhren weg!

Was sage ich?

  1. Den Bauern mehr Ackerfläche bereitstellen und den bisher extrem komplexen Genehmigungsprozess für Möhrenfelder vereinfachen. Jede Möhre zählt!
  2. Folgendes Maßnahmenpaket zum Bekämpfung der Möhrenkrise unverzüglich umsetzen!