#R2G wird nicht müde, alles zu tun, um zu verhindern, dass in Berlin Wohnungen gebaut werden. Der neueste Coup?

Weil die Stadt selbst irgendwie keine Lust und Zeit hat, sich überhaupt um Bauvorhaben zu kümmern, will Berlin selbst die dringend benötigten Schulen nicht mehr in Eigenregie bauen. Bauen macht ja nur Ärger. Und außerdem braucht man die Finanzmittel im Haushalt ja auch, um allerlei Unsinn damit zu treiben.

Also hat man sich mal kurz im Portfolio der von der Stadt kontrollieren, kommunalen Unternehmen umgesehen und die Reserven der Wohnungsbaugesellschaft HoWoGe entdeckt. Die HoWoGe verfügt sowohl über ein finanzielles Polster, um zumindest teilweise den Schulneubau selbst schultern zu können, als auch über „freie“ Bau-Ressourcen, um in den nächsten Jahren 30 Schulen zu bauen. Die Milliardeninvestition für diese 30 Schulen sollen aus Eigenmitteln der HoWoGe und durch neue Kredite in Höhe von 1 Mrd. Euro finanziert werden. Für diese will Berlin auch ein klein wenig bürgen, aber nicht so viel, dass die Schulden Berlin zugerechnet werden. Damit der Haushalt halt schöner aussieht – Profis nennen das #Schattenhaushalte.

Was bleibt, ist eine Wohnungsbaugesellschaft, die weniger Eigenmittel und Kreditfähigkeit hat, um Wohnungen zu bauen. Und weil die eigenen Mitarbeiter sich um die Bauvorhaben für die Schulen kümmern müssen, bleibt natürlich auch weniger Zeit für den Wohnungsbau übrig. Wer braucht schon Wohnungen?

Unglaublich? Nicht in Berlin!

Zitat: „Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen: „Die HOWOGE ist eines der wirtschaftlich stärksten öffentlichen Unternehmen Berlins. Als landeseigene Wohnungsbaugesellschaft hat sie bereits umfangreiche Erfahrung beim Bau neuer Wohnquartiere erworben. Dazu gehört beispielsweise auch der Bau von Kindertagesstätten. Es war naheliegend, die HOWOGE auch bei Schulneubauten und Großsanierungen einzubeziehen. So lassen sich zusätzliche Planungs- und Baukapazitäten für den Schulbau aktivieren.“