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Geschafft: Berlin an der Tabellenspitze – Bayerns München abgeschlagen auf dem letzten Platz …

… zumindest, wenn es um die größte Wohnungsnot in deutschen Metropolen geht!

Wie die Zeit heute berichtet, kommt eine Studie im Auftrag der DGB (also auch SPD)-nahen Hans-Böckler-Stiftung der Humboldt-Universität Berlin und der Goethe-Universität Frankfurt zum Ergebnis, dass zwischenzeitlich in Deutschland insgesamt 1.900.000 Wohnungen fehlen.

Spitzenreiter bei den deutschen Metropolen ist natürlich Berlin, mit 310.000 nicht gebauten Wohnungen. Absolut ist diese Spitzenposition keine Überraschung – Berlin ist Deutschland größte Metropole. Aber auch relativ schlägt Berlin alle Wettbewerber um Längen und erobert zumindest bei der Wohnungsnot die Tabellenspitze.

Pro 1.000 Einwohner fehlen in Berlin jetzt schon 87 Wohnungen –  Tendenz stark steigend! In Hamburg sind es auch schon 83 Wohnungen. Es reicht für die Hanseaten trotzdem nur für den 2. Platz. Köln führt das Verfolgerfeld auf dem 3. Rang mit schon nur noch 80 nicht gebauten Wohnungen an.

Abgeschlagen, auf dem letzten Tabellenplatz die Bayern aus München. Mit lächerlichen 53 fehlenden Wohnungen pro 1.000 Einwohnern werden die Bayern beim Thema Wohnungsnot deklassiert.

Falls ein Bausenator bis hier gelesen hat, hätte ich für sie oder ihn ein paar Tipps, wie man seinen Tabellenplatz verschlechtern kann.

2:0 für NRW – weniger Steuerverschwendung und weniger Preistreiberei im Wohnungsmarkt

Na das ist doch mal ein Lichtblick zum Jahresbeginn 2018. Die neue CDU/FDP-Landesregierung in NRW kürzt die Wohnungsbauförderprogramme von 1,1 Mrd. auf 0,8 Mrd. Euro pro Jahr. Sie komplett auf Null zu fahren, wäre auch kein Fehler gewesen. Klare Kante ich aber bekanntlich nicht die Stärke von Politikern.

Es ist Unsinn, in einer Niedrigzinsphase bei ausgeschöpften Bauressourcen und zu geringem Wohnungsangebot durch Steuersubventionen die Nachfrage zusätzlich zu fördern. Wir haben mehr Nachfrage, als das Angebot abdecken an. Insofern verpuffen die Steuer-Millionen nur in höheren Preisen, was ökonomischer Unsinn ist. Insofern sind die 300 Millionen Euro weniger Steuergeld ein Tropfen weniger auf dem Stein der politischen Preistreiberei im Wohnungsmarkt.

So, jetzt noch bitte die Verwaltung fitt machen, die Baugesetze entschlacken, unbebaute Grundstücke auf den Markt zwingen, Grunderwerbsteuer senken … dann bewegt sich auch was im Wohnungsmarkt und nicht nur die Preise!

PS: Und hier geht zu billigem Baugeld.

 

Asoziale Wohnungsbauverhinderer diesmal am Thälmannpark

Reale Wohnungsbaupolitik in Berlin: Die nächsten 600 Wohnungen, die in Berlin nicht gebaut werden. Ganz tolle Leistung unserer rot-rot-grünen Bezirks- und Landesregierung.

Nur zum Verständnis, es geht hier nicht um 600 fiktive Familien mit 2.000 fiktiven Mitgliedern, für die keine passende Wohnung gebaut wird. Es geht um 2.000 reale Familien, die weiterhin beengt wohnen müssen, weil je genau 1 Raum fehlt. Denn in die nun nicht gebauten Wohnungen wären 600 Familien eingezogen, die 600 kleinere Wohnungen hier in Berlin freigemacht hätten. In diese 600 kleineren Wohnungen wären erneut Familien eingezogen, für die diese kleineren Wohnungen gepasst hätten. Und so weiter und so fort. Am Ende wären 2.000 Familien glücklich und entspannt in neue Wohnungen eingezogen.

Also liebe 800 Wartenden in den Schlangen vor den Berliner Mietwohnungen, bedankt Euch beim rot-rot-grünen Senat! Der hat euch als Geiseln genommen, um weiterhin gegen böse Miethaie Stimmung machen zu können. Zynismus in Perfektion!

Und wer sich für das letzte Meisterwerk der asozialen Wohnungsbauverhinderer interessiert – hier geht es zum Dragoner-Areal.

Rot-Rot-Grün: Großes Glück für alle Immobilieneigentümer in Berlin

Berlin hat gewählt. Wir werden eine rot-rot-grüne Stadtregierung bekommen. Mal kurz den Median aus den 3 Wahlprogrammen zum Thema Wohnungsmarkt gebildet und schon freut sich der langfristig orientierte Wohnimmobilieneigentümer in Berlin. Glück gehabt!

Wir werden in den nächsten 4 Jahren die intensivierte Fortsetzung der bisherigen Berliner Wohnungsmarktpolitik erleben dürfen. Viele bisherigen Immobilieneigentümer profitieren – Danke an das Wahlvolk im Norden, Osten und Süden von Berlin!

Was wird passieren bei Eigentumswohnungen?

  • Grundsätzlich werden seriöse Projektentwickler/Initiatoren so gut wie möglich abgeschreckt (Bauvorschriften zur Erzwingung von Sozialwohnungen, Umwandlungsverbot, Zweckentfremdungsverbot etc.) => effektiv weniger Neubau => weniger Wettbewerb für die bisherigen Eigentümer mit neubauähnlichem Angebot
  • Landeseigene Brachflächen werden dem Markt überhaupt nicht mehr oder nur mit unwirtschaftlichen Bedingungen angeboten => weniger Neubau  => erneut gut für alle bisherigen Eigentümer mit neubauähnlichem Bestand
  • Begrenzung der Modernisierungsumlage auf 6% => schlechter Bestand wird nicht aufgewertet => gut für alle mit hochwertigen Immobilien im Bestand
  • Landeseigene Gesellschaft kaufen 10.000 Wohnungen pro Jahr vom Markt => das dafür notwendige Kapital steht nicht für Wohnungsneubau zur Verfügung und die Käufe treiben zusätzlich die Preise für Portfolios nach oben => weniger Wettbewerb im unteren/mittleren Preissegment für Erstbezug & unmittelbar steigende Immobilienpreise

Also, speziell Wohnungen im neuwertigen Zustand (egal ob unteres, mittleres oder gehobenes Preissegment) bekommen nur gedämpften Wettbewerb. Was die Preise in dieser typischerweise besonders gefragten Objektgruppe weiter deutlich steigen lassen wird. Dank der Dämpfung der Modernisierung kommt es auch nicht zu einer breiten Aufwertung des Altbestandes.

Die steigenden Preise ziehen – zusätzlich zu den Investitionen der landeseigenen Gesellschaften – weiterhin spekulatives Kapital an, was den Preisanstieg zusätzlich beschleunigt.

Was passiert bei Mietwohnungen?

Dank niedriger Mieten durch Mietpreisbremse und verstärkter Mietsubventionen für Sozialwohnungen setzt sich der Zuzug nach Berlin mit 40.000 Menschen pro Jahr ungebrochen fort. Noch mehr Nachfrage trifft auf stabiles Angebot. Wer umziehen muss (Nachwuchs, Verkürzung der Pendelzeiten) und kaufen darf (vgl. WIKR), muss kaufen. Seine Chancen für eine passende Mietwohnung gehen durch den Wettbewerb immer weiter zurück. Für immer in der eigene Mietwohnung wohnen bleiben, ist das präferierte Konzept der meisten Berliner für die Zukunft. Dann kann man auch in 4 Jahren noch einmal linke Wohnungspolitik wählen. Die ist ja gut gemeint und für Menschen mit wenig Veränderungsbedarf in Mietwohnungen perfekt!

Also alles paletti auf dem Weg Berlin zu einer internationalen Großstadt (im Bezug auf die Wohnungspreise)!

Bin jetzt auch FÜR die Verstaatlichung der Stromversorgung in Berlin

Volksentscheid Energie BerlinDen Aufsichtsratsvorsitz soll bitte, bitte unbedingt Klaus Wowereit – „regierender“ SPD-Bürgermeister von Berlin übernehmen. Bitte den Vorstand mit bewährten Freunden aus der Politik besetzen und sofort mit dem Erfüllen der Preis- und Öko-Versprechen beginnen.

Ich freu mich schon! Go Volksentscheidler Go! Ich will den VEB Berliner Energie!

In der Zwischenzeit gedulde ich mich und bereite den Start von www.notstromaggregat-berlin.de (für den sicherheits- und lösungsorientierten Berliner) und www.stromausfall-berlin.de (für den problemorientieren Nachbarn) vor 😉

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